Griesbach mit dem perfekten Spiel

3:1 Heimsieg gegen Spitzenreiter München

              Blick nach oben gerichtet

 

Im Spitzenspiel der Bayernliga setzten sich die Volleyballerinnen des TSV Bad Griesbach mit einer überzeugenden Leistung gegen den Tabellenführer Schwarz-Weiß München mit 3:1 durch.


Trainer Dominik Ludwig konnte seine Mannschaft auf den Punkt genau richtig vorbereiten und trägt die Verantwortung für den Aufschwung der Rottalerinnen.

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Der TSV begann mit Zuspielerin Lisa Fabich, Diagonale Jenny Janda, den beiden Mittelblockerinnen Constanze Koller und Magdalena John, Libera Christine Hellinger und den beiden Außenannahmespielerinnen Steffi Koller und Luise Neumüller. Mit starken Aufschlägen von Steffi Koller und John sowie einem druckvollen Angriffsspiel überrollten die Gastgeberinnen ihre Gäste zum Start nach Belieben. Die Anfangsphase gehörte klar dem TSV, der sich eine 8:1 Führung verdiente. Erst dann arbeitete sich der Tabellenführer aus München langsam in die Partie und konnte mit starken Angriffsschlägen den Abstand bis 11:8 langsam verkürzen. In der Folge hatte das Team von Ludwig etwas Probleme mit den Aufschlägen der Oberbayerinnen, die zum 13:13 ausgleichen konnten. Doch Griesbach konnte sich auf dem hohen Niveau noch einmal steigern und erkämpfte sich mit viel Risiko bei Aufschlägen und Angriffen erneut eine 17:14 Führung. Es war ein enges Spiel und beide Teams zeigten hochklassigen Volleyball. Erneut konnte München mit ihren Aufschlägen den 22:22 Ausgleich erzielen. Den Satz entschied dann aber der Münchner Angriff zu Gunsten der Rottalerinnen. Die Oberbayern, von Griesbach gut unter Druck gesetzt, machten aus den nicht perfekten Angriffsbällen die entscheidenden Fehler zum 25:22 für den TSV.

Im zweiten Satz kam Julia Sosnowski für Magdalena John in die Partie. Von Anfang an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel auf hohem Niveau. Bei beiden Teams setzten die Aufschlagspielerinnen immer wieder Akzente. Einen 6:10 Rückstand konnte Griesbach bis zum 16:16 aufholen. Vor allem der Griesbacher Block stand wie eine Mauer und demoralisierte die Gäste zusehends. Die Rottalerinnen konnten den Druck hoch halten und erzwangen so die Fehler bei ihren Gegnerinnen. Bei 22:18 zeigte Steffi Koller ihre Klasse. Zuerst schmetterte sie mit voller Wucht den Ball von der Außenangreiferposition zum 23:18, dann folgte mit feiner Technik eine gewinnbringende Finte zum 24:18. Drei Satzbälle konnten die Oberbayerinnen noch abwehren, ehe Neumüller ihren Angriff zum 25:21 versenkte.

Im dritten Satz übernahmen Carolin Reitberger für Steffi Koller und Susanne Lermer für Hellinger. Die zahlreichen und lautstarken Zuschauer unterstützen ihr Team vorbildlich. Die Griesbacher Volleyballerinnen dankten es mit einem fulminanten Start in den dritten Satz. Den Rottalerinnen gelang es, den Druck hoch zu halten und so erzwangen sie die Fehler bei ihren Gegnerinnen. Bis zum 17:9, das Zuspielerin Fabich mit einem Ass erzielte, hatte man das Gefühl, dass die Münchnerinnen keine Möglichkeit zu einem Satzgewinn hatten. Doch dann schlich sich der Fehlerteufel im Spiel des TSV ein. In allen Mannschaftsteilen hatte das Team von Ludwig einen kleinen Durchhänger und der reichte für den Tabellenführer aus. Die Münchnerinnen nutzen ihre Chance und drehten den dritten Satz mit einer ausgezeichneten Leistung zum 25:23.

Koller, John und Hellinger kamen zurück in die Partie. Griesbach überwand die kurze Verschnaufpause und zeigte in der Folge ein fehlerloses Spiel. München konnte mit ihrem Aufschlag keinen Punkt erzielen, weil die Griesbacher Defensive wie ein Uhrwerk genau arbeitete und es ihrer Zuspielerin Fabich im vierten Satz sehr leicht machte, die Angreiferinnen gewinnbringend einzusetzen. Kapitänin Constanze Koller gelang ein Punkt nach dem anderen aus der Mittelposition, auch auffallend die starke Leistung von Diagonalspielerin Janda, die mit ihren hammerharten Angriffen, den Münchnerinnen keine Abwehrmöglichkeit gewährte. Am Ende siegte Griesbach verdient mit 25:19 und holte sich damit drei Punkte.

Mit einer geschlossen hervorragenden Mannschaftsleistung zeigten die Rottalerinnen was in ihnen steckt. Zu viele unnötige Punkte hatten sie in der Vorrunde an ihre Gegnerinnen verschenkt. In der Vorwoche beim Dritten Schwabing und am Samstag gegen Spitzenreiter SW München gelangen den Rotallerinnen zwei perfekte Spiele, die es in der nächsten Woche zu bestätigen gilt. Dann treten die Griesbacherinnen in Schwaben beim TSV Friedberg und dem FC Kleinaitingen an. Es wird sich zeigen, ob der Schritt zur Spitzenmannschaft nun endlich gelungen ist.